Alles fing mit der Küchenspüle an!

Jetzt denkt Ihr bestimmt, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, aber es fing wirklich mit meiner nicht so schönen Küchenspüle an. Eigentlich bin ich ein ordnungsliebender Mensch, aber zurzeit nur auf der Arbeit. In den letzten Jahren geriet bei mir alles aus dem Ruder. In dem letzten Lebensjahr meiner Mutter fing alles erst richtig an. Ich versuchte, immer auf Druck alles ordentlich zu haben und gleichzeitig für meine Mutter sowie für meine Familie da zu sein. Aber auch für meine Freunde und meinen Verein. Wie anstrengend das war, brauche ich Euch bestimmt nicht zu sagen. Müde, schlapp, Traurigkeit und das schlechte Gewissen plagte mich. Für mich war es trotz allem wichtig für meine Lieben da zu sein und gleichzeitig den Anforderungen gerecht zu werden. 

Aber was war mit mir?

In dieser Zeit hatte ich für mich selber überhaupt keine Zeit. Der Stress bestimmte mein Leben. Arbeiten, Familie, Haushalt, Freunde, Verein, Arztbesuche und Pflege meiner Mutter. Verschiedene Behördengänge für meine Eltern. Irgendwann funktionierte ich nur noch und erledigte das, was ich konnte ohne zusammenzuklappen. Als dann meine Mutter starb, wurde es noch schlimmer. Denn ich konnte nicht richtig trauern. Zum Stress kam dann noch das finanzielle dazu. Die Beerdigungskosten durfte ich alleine übernehmen, da ja mein ach so toller Bruder kein Geld hatte. Mein Vater auch nicht, da sich im Laufe der Jahre so einige Schulden angehäuft haben. Also war ich die Einzige, die die Kosten irgendwie zusammenkratzen musste.

Langsam kam die Trauer!

Nach einigen Monaten, wo ich so einiges noch regeln musste, fing ich an zu trauern. Zwar nicht richtig, aber ich konnte ein wenig loslassen. Aber mein Problem Haushalt sowie Papierkram wuchs mir weiter über den Kopf. Ich musste ja auch für andere da sein. Wenn ich es nicht schaffte, meinen sichtbaren Haushalt ordentlich zu halten, durfte bei uns keiner zu Besuch kommen. Jedenfalls nicht kurzfristig oder überraschend. Ich schämte mich dafür, wie unser Haus aussah, obwohl ich doch immer aufräumte. Aber irgendwie bekam ich keine richtige Ordnung hin. Auch meine Mann und mein Sohn lebten den Trott mit mir.

Gerümpel in meinem Keller
Das Gerümpel vermehrte sich!

Es sammelte sich nicht nur Unordnung an, sondern auch unwahrscheinlich viel Gerümpel bei. Ich konnte irgendwie nicht so schnell etwas wegwerfen. Es könnte ja sein, dass ich eines Tages genau dieses Teil noch mal brauche. Und als meine Mutter verstorben ist, sammelte sich noch mehr Gerümpel in unseren Keller. Nicht nur der Berg an Gerümpel häufte sich, sondern auch die Last darüber Herr zu werden. Dazu kamen noch die Stressfaktoren Arbeit, Verein, Freunde, Familie und das Schämen. Ja ich schämte mich für meine Wohnung/Haus und auch für mich. Richtig! Ich schämte mich für mich. Dafür, dass ich einfach nicht Herr über das Chaos wurde, keinen Antrieb und kein Durchsetzungsvermögen hatte. Wer mich jetzt kennt, wird garantiert was anderes sagen, aber ich schämte mich für meine Art zu leben.

Um was zu ändern, musste ich mein Leben verändern bzw. mein Durchsetzungsvermögen. Und da half mir das Buch „Die magische Küchenspüle“. Ein witziger Buchtitel, der mich sofort in seinen Bann zog. Seit ich das Buch gelesen habe (vor ca. 1 Woche), glänzt jeden Tag meine Küchenspüle und es macht Spaß aufzuräumen. Ich folge einfach den Anweisungen der beliebten FlyLady und machte jeden Tag immer wieder neue kleine Schritte, die mir zu mehr Ordnung in meinem Leben verhelfen. In den nächsten Wochen werdet Ihr noch mehr darüber erfahren und heute fange ich mal damit an.

Küchenspüle auf Hochglanz bringen

Das ist der Erste und zugleich ein sehr komischer Schritt, der in meinen Leben für Ordnung sorgen soll. Bevor Du Dein neues Leben beginnst, sollst Du einfach mal Deine Küchenspüle zum Glänzen bringen. Ja genau. Ich habe auch erst einmal gestutzt, wie ich das gelesen habe. Und es wird noch seltsamer, dass könnt Ihr mir aufs Wort glauben. Aber Ihr werdet sehen, das dies wirklich der erste Schritt in ein neues Leben ist. Also fing ich an, folgte der Anweisung von FlyLady und reinigte sowie polierte ich meine Küchenspüle. Ihr glaubt mir garantiert nicht, dass ich mich danach schon viel leichter fühlte. Eigentlich schon komisch, was so eine saubere und glänzende Küchenspüle mit einem bewirkt.

Bei der Hausarbeit Schuhe anziehen!

So nun kommt der zweite Minischritt, der sich am Anfang noch seltsamer anhörte. Aber glaubt mir, der Minischritt, ist einfach genial und er fängt direkt nach dem Aufstehen an. Nachdem Ihr morgens aufgestanden seid, solltet Ihr Euch komplett anziehen, die Haare kämen, das Gesicht cremen und/oder Make up auflegen. Quasi so, als würde Ihr auf Eure Arbeit gehen. Wichtig ist hier, dass Ihr feste Schuhe tragt. Am besten Schnürschuhe. Denn sind wir komplett angezogen, schaltet der Körper auf Arbeiten um. Also bitte keine Jogginghose, Schlappen ect…. Ihr könnt mir glauben, es wirkt wirklich.

Seit ich diese beiden Mini Schritte mache, glänzt jeden Tag meine Küchenspüle. Es steht keine Spüle mehr in der Küche rum und die Arbeitsflächen sind sauber. Mit dem Tipp jeden Morgen feste Schuhe anzuziehen mache ich automatisch vor der Arbeit schon so einige Hausarbeiten. Das bringt den Vorteil, dass ich nach der Arbeit nicht mehr so viel zu tun habe und mir meine freie Zeit für mich einteilen kann.

Wie es bei mir weiter geht und wie ich mich von Gerümpel befreie, erfahrt Ihr nächste Woche. Probiert es doch einmal aus und gibt mir Bescheid, wie es Euch dabei ging. Vielleicht besorgt Ihr Euch auch das Buch „Die magische Küchenspüle“, welches Euch mit vielen hilfreichen kleinen Schritten mehr Ordnung ins Leben bringt. 

Eure Silify

Ein Gedanke zu „Alles fing mit der Küchenspüle an!

  • August 29, 2017 um 2:02 pm
    Permalink

    Hallo Silvia,
    manchmal wachsen einem die Dinge über den Kopf und du hattest ja wirklich sehr viel um die Ohren, was dich runtergezogen hat. Kopf hoch!
    Aber wenn der Spül schonmal weg ist, startet man doch gleich viel besser in den Tag.
    Das Buch schein ja sogar recht humorvoll zu sein… jetzt machst du mich aber neugierig.
    Herzliche Grüße,
    Annette

    Antwort

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