Schon im Mittelalter gab es Kriminalisten!

An Halloween war es so weit und ich durfte an einer historischen Gruselkrimi Lesung an Originalschauplätzen, die eine Stadtführung mit Fackelzug beinhaltete, teilnehmen.

Mir ist Andreas J. Schulte bekannt, durch seine Bücher „Die Toten des Meisters“ und „Die Spur des Schnitters“. Beide Bücher sind Historische Krimis, die in meiner Heimatstadt Andernach spielen. Sie sind gut recherchiert und mit viel kriminalistischer Ausstrahlung sowie Charme. Mir persönlich gefällt es gut, das diese Krimis in den verschiedenen historischen Kulissen von Andernach spielen.

Kurz vor Halloween begeistert Andreas J. Schulte mit zwei neue historischen Kurzkrimis seine Fans, worüber auch diese Vorlesung entstanden ist.

Kurze Infos über „Der Dämon der Nacht“

Es handelt sich hier um einen Gruselkrimi, der im November 1476 in Andernach spielt. Alle 7 Jahre kommt ein dichter, kalter und grauenvoller Nebel über Andernach, der ein schreckliches Wesen verbirgt, das nach Beute sucht. Konrad von Hohenstade, Jupp Schmittges und Pastor Heinrich nehmen diese Herausforderung an und lösen den Fall mit viel Andernacher-Spaß und  Humor im nu.

Kaum in der Buchhandlung „Anker Buch“ angekommen, wurde man sehr freundlich und mit einem leckeren Bierchen empfangen.

Nicht nur Fans dieser historischen Kriminal Bücher, sondern auch ein Stadtführer in einer typischen mittelalterlichen Nachtwächteruniform fanden sich zu dieser Lesung ein. Und auf einmal stand er vor uns. Andreas J. Schulte in einer mittelalterlichen Kostüm, das uns alle verzückte. 😉

„Es war der Nebel, der immer gleich war. Gleich feucht, gleich kalt. Der Geruch war manchmal anders, aber nicht der Nebel. Genauso wie die Steine der Mauer, die er unter seinen Klauen spürte…..“
Das waren die ersten Worte der Lesung aus dem Buch „Der Dämon der Nacht“ von Andreas J. Schulte, der die Einleitung noch in der Buchhandlung „Anker Buch“ vorlas.

Nach ein paar fesselden Sätzen, ging es schon los. Jeder bekam eine Fackel in die Hand und es ging in die Dunkelheit der Stadt, zu den historischen Schauplätzen in Andernach, wo dieser Gruselkrimi spielt, hinaus.

Es zog sich ein relativ großer Fackelzug durch die Gassen von Andernach zum ersten Anlaufspunkt, zur Christuskirche, wo die Lesung fortgesetzt wurde. Vorher gab unser historischer Nachtwächter ein paar interessante Informationen, zu dem historischen Bauwerk, von sich.

Mit den Worten „Bruder Oswald war vom Herrn mit den verschiedensten Gaben bedacht worden. Klugheit gehörte leider nicht dazu – doch Pater Jacob würde sich hüten, seine Meinung laut kundzutun…..“ ging die Vorlesung weiter und alle blieben fesselt an den Lippen von Andreas J. Schulte und hörten ihm gespannt zu.

Erst langsam aber dann doch zügig ging es zum Rheintor, die damals Kornpforte genannt wurde.

Auch hier wurden von unserem Nachtwächter ein paar historische Informationen vermittelt.

„“Sack und Asche – hast du das gehört?“ Jupp schaute mich erstaunt an. Ich hatte mich von Jupp überreden lassen, ihn auf dem Weg zu Heim und Weib noch zu begleiten. Bei dem schrecklichen Schrei irgendwo……..“

Und schon ging es weiter zum Runden Turm, der damals als Gefängnis genutzt, dann als Jugendherberge ausgebaut wurde und nun ein historisches Denkmal ist.

„Bitte sprecht. Ich weiß, dass Neugierde keine Tugend ist, aber ich gebe zu, ich kann es kaum erwarten.“. Ich lächelte Pater Jacob an. „Die gute Nachricht ist, dass es in Eurem Kloster weder den Satan noch einen schwebenden Geist gibt…..“ „Aber ich habe den Geist doch selber gesehen.“

Nun ging es zu dem stattlichen, schönen Mariendom vorbei, wo wir kurz inne hielten und uns der gute Nachtwächter noch eine witzige Anekdote, von einem Pfarrer aus dem zweiten Weltkrieg, erzählte.

Durch die dunklen Gassen, wo es noch so einige Sehenswürdigkeiten zu sehen gab, ging es zum Marktplatz, zum Cafe-Bistro-Hotel Stilvoll. Hier nahmen wir eine Kleinigkeit zu uns. Nach der kleinen Stärkung ging es dann Richtung Altes Rathaus zu der Buchhandlung Anker Buch zurück, wo dann die Geschichte ihr Ende nahm.

„Ich schaute mich aufmerksam um: „Bruder Oswald versorgt die Tiere, beendet sein Tagewerk, geht über den Hof und trifft auf den Satan, der ihn in Todesangst versetzt.““

Das Ende wird natürlich hier nicht erzählt, dafür habt Ihr morgen, im 17. Türchen, die Möglichkeit diesen gruseligen Kurzkrimi zu gewinnen.

Zu gutem Schluss gab es auch noch eine persönliche Widmung ins Buch und noch ein kleines Halloween-Geschenk von Andreas J. Schulte.

Mein Fazit

Mir persönlich gefiel diese Vorlesung sehr gut. Es war spannend, interessant, lustig und und und und…… Der Autor war sehr nett und witzig, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Gestellte Frage wurden im nu beantwortet. Frau Anker schaute immer nach dem Wohl ihrer Gäste und achtete darauf, dass auch jeder seinen Spaß an der Vorlesung hatte. Der Nachtwächter war auch absolut toll und gab uns viele und interessante Informationen über die Sehenswürdigkeiten. Auch er beantwortete jeder Frage, die ihm gestellt wurde. Der Abend passte einfach. Ich kann die Vorlesungen bei Nicole Anker von Anker Buch absolut weiterempfehlen. Wer wirklich die Möglichkeit hat einmal bei so einer Vorlesung dabei zu sein, sollte es nutzen.
Seid ich das erste Buch  „Die Toten des Meisters“ von Andreas J.
Schulte in meinen Händen hielt, bin ich ein großer Fan von ihm. Sein
Schreibstil finde ich einfach faszinierend und fesselnd. Aus diesem Grund, kann ich Euch diese Bücher nur empfehlen.

Ein Gedanke zu „Schon im Mittelalter gab es Kriminalisten!

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