Eine Tea Time der Besonderen Art!

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Das Besondere Highlite des Franken Bloggertreffen war die Tea Time im Pfortenhaus Schloss Biebrich in Wiesbaden. Dort empfing uns Enrico Dufner und zeigte uns eine ganz andere Welt, als die die wir gewohnt waren.

Pfortenhaus Schloss Biebrich

Das Pfortenhaus Schloss Biebrich wurde zu Beginn des 18 Jahrhunderts auf fürstliches Geheiß als Wachhaus des barocken Parks gebaut. Ende des 20 Jahrhundert stand es lange leer und drohte langsam aber sicher zu verfallen. Uli Brandner nahm sich dem Objekt an und haute ihm ein neues Leben ein. Er machte aus dem Pfortenhaus ein kleines Schätzchen. Mittlerweile kümmert sich Enrico Dufner diesem außergewöhnlichen Gebäude, womit er sein Gastronomie- und Catering Konzept in der Landeshauptstadt  auslebt.

Eine Team Time der besonderen Art!

Herr Dufner erwies sich als sehr guter Gastgeber, der jeden einzelnen Gast an der Türe des Pfortenhauses mit Handschlag begrüßte. Eine Geste, die es nur noch selten ausgeübt wird. Aber warum? Ich selber begrüße meine Gäste doch auch schon an der Haustüre. Als wir Eintraten und den Vorhof sahen, ahnten wir noch nicht, was alles auf uns noch zu kommen würde. Für mich offenbarte sich ab dann eine andere Welt genau nach meinem Geschmack.

Nicht nur Herr Dufner begrüßte uns, sondern auch Julius der Hund im Hause. Ein süßer und liebevoller Dalmatiner, mit dem ich sehr gerne spielte. Ich glaube ich habe die meiste Zeit mich mit ihm beschäftigt. Er ist aber auch ein netter und verspielter Hund. Sogar Richard und ich lagen auf dem Boden um mit ihm zu spielen.

Nach der Begrüßung ging es in das Pfortenhaus hinein und was sich hier für mich bot, war einfach ein Traum für jede Vintage-Dekoqueen. Hier standen verschiedene Stühle, Tische, Dekoelemente, Glasschalen mit Haube, Bilderrahmen, eine alte Standuhr, Körbe mit Utensilien, Candybar, ein alter Teddy und viel mehr, was einem das Herz aufspringen ließ. Schon hier fiel mir auf, dass ich von der vielbefahrenden Straße überhaupt nichts hörte. So konnten wir unsere Tea Time in Ruhe genießen.

Im Wohnzimmer wurden in einer Ecke 2 Tische für uns gedeckt. So richtig üppig nach alter Tradition. Sogar Wasser von der Taunus Quelle Bad Camberg stand auf dem Tisch. Zu Anfang gab es einen leckeren Champagner, bevor Herr Duffner sich für weitere Vor- und Zubereitung zurückzog. In dieser Zeit hatten wir die Möglichkeit uns weiter in diesem gemütlichen Raum umzuschauen. Durch die Terrassentür sahen wir auch den Garten, wo wir Herrn Duffner öfter mal vorbei huschen sahen. Wir fragten uns jedes mal was er da wohl machen würde, aber später sahen wir den Grund. Denn er besorgte sich aus dem Garten seine Kräuter, die er uns später servierte.

Interessant fand ich, dass er trotz dem Kochen und Zubereiten der Speisen immer wieder Zeit für uns hatte. Dabei erzählte er uns die Geschichte des Pfortenhauses, etwas über sich, was wir kredenzt bekamen und woher er die Zutaten bekommt. Das Besondere daran ist, dass er die Bewirtung, Kochen, Zubereiten und servieren sowie abräumen alles alleine gemacht hat.

Als wir Platz nahmen, viel und sofort auf, dass sich auf unseren Tellern eine kleine weiße Pille lag. Zuerst fragten wir uns alle was das wohl sein könnte, als dann Herr Duffner etwas Zitronenwasser darauf gab, entpuppte sich diese als kleines Handtuch. Welches wir auch für den ersten Gang gut gebrauchten konnten.

Als ersten Gang wurde uns eine Tai Kürbissuppe mit einem Wan Tan serviert. Sie schmeckte sehr köstlich und hatte eine leichte scharfe Note. Zum kennen lernen und würzen bekamen wir 4 verschiedene Salz vorgestellt, die ich Euch leider nicht mehr benennen kann. Dafür waren es einfach zu viele Informationen. Es folgte ein frischer Salat mit alten Salatsorten, die schon fast in Vergessenheit gerieten. Außerdem befand sich ein gelber Beete Chip und ein veganer Nugget anbei. Sehr lecker daran war auch das fruchtige Blaubeerendressing. Eine tolle Kombination aus Süße und Säure. Dann kam ein kleiner Tomatensalat im Glas mit einem fluffigen herzhaften Muffin.

Zwischendurch waren wir froh, dass wir uns frei im Haus und im Garten bewegen durften. Der Garten war auch ein kleines Schätzchen, mit einer Grillecke, Kräutergarten und ich glaube im Sommer entfaltet er seine ganze Schönheit. Hier kann Herr Duffner bis zu 110 Personen bewirten. Ein tolles Ambiente, welches auch sehr gerne von Firmen angenommen wird. Außerdem ist der Garten durch die Mauer komplett von der Außenwelt abgeschirmt.

Nach einer kurzen Pause servierte Herr Duffner zwei Etageren mit allerlei Köstlichkeiten. Im unteren Bereich befanden sich Sandwiches mit Lachs und Meerrettich, Gurke und Putenbrust mit Erdnussbutter. Das Putenbrust-Erdnussbutter-Sandwich hatte es mir angetan. Sehr interessant und schmackhaft. In der Mitte befanden sich köstliche Leckereien aus Kuchen und Pralinen. Und Ihr wollt nicht wissen wie lecker die waren. Im oberen Bereich gab es dann frisches Obst du essbare Blüten. Hier nach waren wir alle schon Pappsatt.

Nach diesem Gang dachten wir alle, dass wäre es gewesen und warteten verheißungsvoll auf unseren Tee. Aber da stand schon Herr Duffner mit einem Quinoa Salat und einem Hähnchen-Spieß am Tisch. Ich hatte bis dato noch nie Quinoa gegessen und war schon etwas überrascht, dass es gar nicht mal so schlecht schmeckt. Das Hähnchen hatte eine schöne würze und war auch sehr lecker.

Nachdem Herr Duffner den Tisch abräumte, fragte er uns nach unseren Vorlieben und schlug uns einen passenden Tee vor. Eine Karte hat er nicht, da die meisten durch die Vielzahl an Teesorten überfordert sein würden. Natürlich hatte er auch andere Getränke da. Zum Tee reichte er drei Sorten Zucker und Milch. Eine Zuckersorte wurde aus Zuckerrohr gemacht, eine aus Kokosblüten und eine aus Zuckerrüben. Ich nahm einen Pfefferminztee und einen Tee aus marokkanischer Minze. Natürlich bekamen wir auch eine kleine Tee Kunde von Herrn Dufner.

Zum Tee reichte Herr Dufner noch eine kleine Schale mit einer Dinkel-Praline, die sehr lecker schmeckte. Danach kamen die berüchtigten Scones mit einer Clotted Cream und einem Fruchtaufstrich. Auch kleine Kuchenstücke befanden sich auf dem Teller. Für mich waren die Scones etwas ganz neues und zusammen mit dem Aufstrich ein Gedicht. Auch die Clotted Cream war lecker. Ehrlich gesagt, konnte ich schon nicht mehr. Aber da kam Herr Dufner mit einem kleinem Desssert, welches er uns unbedingt noch kredenzen wollte. Es war ein kleines Experiment aus Dulce de Leche und Bananen. Es war einfach unglaublich lecker.

Nach dem Essen ging es erst mal raus, wo Herr Dufner ein paar Anekdoten aus seinem Leben erzählte und auch unsere Fragen beantwortete. Schon interessant, was es für Gäste gibt. Und da ist Herr Dufner sehr eigen. Ein Gast ist ein Gast und hat sich auch danach zu benehmen. So ist es ein Unding, einfach mal so in die Küche zugehen um mit dem Koch zu sprechen oder einfach selber den Tisch abzuräumen oder die Teller zusammen zu stapeln. Ich persönlich finde die Einstellung von Herrn Dufner sehr gut. Ich möchte ja auch nicht, wenn mir jemand sagt, wie ich meine Arbeit zu verrichten habe.

Herr Dufner kann in seinem Wohnzimmer bis zu 32 Gäste empfangen, welches sehr gerne für verschiedene Events gebucht wird. In der Sommerzeit kann er bis zu 110 Gäste im Garten bewirten. Er wird auch sehr gerne für größere Events/Messen mit seinem Catering gebucht. Er lebt für seine Leidenschaft, was wir sofort spürten.

Herr Dufner ist ein sehr sympathischer Mensch, der ein wahrer Künstler in der Küche ist. Ich mag auch seine Eigenart, womit manche nicht umgehen können. Aber wo er Recht hat, hat er Recht. Ich hätte hier noch Stunden verbringen können, so schön war es hier. Würde ich in der Nähe von Wiesbaden wohnen, könnte ich mir vorstellen hier eine Familienfeier abzuhalten.

Dieses Event wurde von Cinny@Home und Frinis-Test-Stübchen organisiert.
Herr Dufner sponserte uns die Tea Time. Vielen lieben Dank nochmals dafür.
Die kurzen Berichte spiegelt ausschließlich meine ehrliche Meinung und Erfahrung wieder.